In der 2001 entstandenen Serie „Ohne Titel (A.T.C.G.)“ überträgt Jörg Schlick den genetischen Code in ein fotografisches Ordnungssystem. Die vier Basen Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin werden mit unterschiedlichen Ansichten eines alltäglichen Gegenstands verknüpft und entsprechend genetischer Sequenzen seriell angeordnet. Durch Wiederholung und Kombination verliert das ursprüngliche Motiv zunehmend seine Funktion als Abbild und wird Teil einer übergeordneten visuellen Struktur. Zwischen wissenschaftlichem Regelsystem und scheinbar dekorativer Bildwelt entsteht ein Spannungsfeld von Ordnung und Zufall, Individualität und Serie.